Samstag, 21. April 2018

Rezension zu „Zoya – Heldin der Lüfte“

Zoya wohnt schon lange in dem Waisenhaus von Mr. Whycherly. Als sie wieder einmal etwas anstellt, nämlich heimlich in Mr. Whycherlys Büro einzubrechen um ihren Anhänger zurück zu holen, wird sie natürlich bestraft. Sie muss oder eher darf, mit den jüngeren Kindern ins Luftfahrtmuseum. Doch als sie zurück fahren, ist im Waisenhaus etwas Schreckliches passiert. Mr. Whycherly wurde umgebracht und sie wird kurz darauf entführt.

Als sie flüchten will, merkt sie, dass sie von Piraten auf ein Luftschiff verschleppt wurde.

Doch es ist alles anders, als es auf den ersten Blick erscheint. Für Zoya beginnt nun ein großes Abendteuer.

„Zoya – Heldin der Lüfte“ ist ein Jugendroman aus der Feder des Autors Dan Walker.

Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Mir hat das große fliegende Segelschiff gleich gut gefallen und hat Spaß gemacht, direkt die Inhaltsangabe zu lesen.

Das Buch ist für junge Jugendliche. Die Geschichte selbst empfand ich stark übertrieben und nicht ganz mein Geschmack.

Zoya fand ich auch nicht gerade sympathisch. Kinder mit solchem Auftreten sind nicht gerade meine Wellenlinie. Großspurig und Weltklug, kann gleich kämpfen und kann überhaupt eh alles. Ich fand es sehr übertrieben. Aber nun gut, es ist ein Jugendbuch für jüngere Leser, dann darf das wohl so sein. Und wenn man die Tochter von echten Piraten ist, wird man vielleicht mit all den extrem wichtigen Dingen schon geboren, man hat es direkt in den Genen. Meins war es nicht.

Auch die anderen Charaktere empfand ich jetzt nicht unbedingt sympathisch. Auch fand ich, dass sich die Geschichte schon etwas zog. Hach, und dann passierte das unheimliche und das furchtbar wichtige und dann hier noch und da. Es war irgendwie Action an Action gereiht, aber irgendwie auch nur, um Action zu sein. So richtig wirklich rund empfand ich die Story nicht.

Und am Ende ging es dann hopplahopp und Zack und fertig. Aha, und das war es dann mit dem großen bösen Unbekannten. Und ich dachte dann: Was? Wie? Schon fertig? Einfach so?

Gut, wenn ich das Buch für mich alleine bewerten würde, dann würde ich 3 Sterne vergeben. Die Geschichte an sich hat mir schon gut gefallen. Da ich aber hier für ein junges Jugendbuch eine Bewertung schreibe, vergebe ich 4 Sterne. Denn für Kinder und Jugendliche ist die Story bestimmt um einiges besser und spannender, als für mich.

4 / 5 Sterne



Montag, 16. April 2018

Rezension zu „Die Dämonen Kriege“

Der zweite Krieg gegen die Dämonen ist vorbei. Die Tore werden durch Magie versiegelt gehalten.

Trotzdem liegt wieder Krieg in der Luft. Diesmal allein unter den Menschen. Bei der Konferenz an der alle Fürsten der schwebenden Reiche teilnehmen kommt es zu Unstimmigkeiten. Verras con Femen wagt es dem mächtigsten Fürsten die Stirn zu bieten.

Am nächsten Tag ist con Femen er mordet und sein Sohn steht im Verdacht, es gewesen zu sein. Hat er sich doch gerade noch vor allen Konferenz Teilnehmern mit ihm gestritten. So wird er erst einmal in die Kerker gesteckt.

Doch eine Assassine hilft ihm zu entkommen. Gemeinsam versuchen sie Ryk Vangar den Dämonenjäger zu finden. Ist Ishan con Femen doch davon überzeugt, dass ein Dämon seinen Vater ermordet hat.

Doch wie kann das sein, wenn alle Tore verschlossen sind? Und dann entdecken Ishan und seine Freunde, die Wahrheit. Schon lange sind Humanos unter ihnen. Dämonen in Menschengestalt, die mittlerweile alle hohe Machtpositionen innehaben.

„Die Dämonen Kriege“ ist der erste Band der Reihe über die Dämonen aus der Feder des Autors Michael Hamannt.

Die Optik des Buches ist wirklich genial. Das Rot Schwarze Cover mit dem glänzenden geprägten Titel ist schon ein Hingucker. Hinten und vorne gibt es auf dem ausklappbaren Umschlag auch zwei farbige Karten. Sie sind sehr groß und übersichtlich gehalten, was mir sehr gut gefällt.

Am Ende ist ein kleines Personenregister zu finden, was manchmal auch sehr hilfreich war. Tat ich mir mit den Namen in dem Buch doch etwas schwer.

Das Werk ist mit seinen rund 750 Seiten ein großes und schweres Werk. Ich brauchte einige Zeit, um durch das Buch zu kommen. Das heißt nicht, dass es langweilig oder gar schlecht war. Trotzdem musste ich ab und zu unterbrechen und etwas anderes lesen.

Sie Story selbst fängt auch langsam an. Es wird viel erklärt und erzählt. Die einzelnen Personen werden ausführlich vorgestellt. Manchmal war es mir ein bisschen zu viel des Guten und ich hätte es mir kürzer gewünscht.

Interessant waren die Ideen zu den verschiedenen Dämonen, die der Autor auferstehen lies. Auch ansonsten gibt es nicht viel an dem Werk auszusetzen.

Trotzdem mir manches zu ausführlich war, fand ich das Werk im Gesamten schon genial geschrieben. Ich kann es für Leser anspruchsvoller Fantasy wirklich weiter empfehlen. Denn anspruchsvoll ist dieses Buch. Man kann es nicht mit weicher bunter Blümchenfantasy vergleichen und gerade deswegen hat es mir auch sehr gut gefallen.  


5 / 5 Sterne


Rezension zu „Besser als Bus fahren – HB“

Renate will jetzt endlich eine Kreuzfahrt machen. Wann, wenn nicht jetzt? Man weiß, wie lange man so etwas noch auf die hohe Kante schieben kann.

Also bucht sie fix mit ihrer Freundin Gertrud eine Mittelmeerkreuzfahrt auf einem flotten Dampfer. Und weil sie ja unverhofft zu Geld gekommen ist, lässt sie sich nicht lumpen und bezahlt die Fahrt für Gertrud gleich mit.

Und so schippern die beiden los ins große Abendteuer.

„Besser als Bus fahren – HB“ ist ein Teil der Online Omi Bücher aus der Feder der Autorin Renate Bergmann.

Gelesen wird das Hörbuch von Carmen-Maja Antoni. Ich glaube, es gibt keine bessere Sprecherin für das Hörbuch als Frau Antoni. Ich fand ihre Stimme einfach passend und wunderbar. Ich hab ihr wirklich gerne gelauscht und sie hat auch der Atmosphäre des Buches einiges gegeben.

Die Story war diesmal wirklich humorvoll. Manchmal war es zwar arg übertrieben, trotzdem musste ich sehr oft schmunzeln. Da hat mich auch nicht so die Wiederholung ihres Namens gestört.

Da ich selbst nie auf ein Kreuzfahrtschiff gehen würde, konnte ich bei der Übelkeit von Gertrud richtig mit leiden.

Der Urlaub der schrulligen alten Damen hat mir wirklich gut gefallen. „Besser als Bus fahren“ ist ein schönes Hörbuch für zwischendurch. Ich kann es wirklich weiter empfehlen.


4 / 5 Sterne


Rezension zu „Wer erbt, muss auch gießen - HB“

Renate Bergmann ist in dem Altern, in dem man sich schon seine Gedanken macht, wer am Ende das Erbe bekommt und dann auch das Grab gießen muss. Vor allem, wenn man zu plötzlichem Reichtum kommt, an den man überhaupt nicht mehr gedacht hat.

Zum Glück kann man während seines Lebens schon einmal ein bissel vorsorgen und kleine Namensaufkleber auf Gegenstände verteilen. So ist zumindest ein Teil des Erbes schon zu Lebzeiten vergeben und es gibt keine Streitereien mehr.

So sinniert Renate vor sich hin und plant schon einmal kräftig vor.

„Wer erbt, muss auch gießen – HB“ ist ein Teil der Online Omi Bücher aus der Feder der Autorin Renate Bergmann.

Gelesen wurde das Hörbuch von Marie Gruber. Sie konnte das Buch wirklich gut vertonen. Ich habe ihr gerne zugehört.

Den Inhalt selbst fand ich jetzt nicht so gelungen. Dass es in diesem Hörbuch viel um Sterben und Erben geht, war ja von vorne herein klar. Dass das auch nicht sehr humorvoll ist, auch. Trotzdem läuft das Buch von Humor fast über, den ich oftmals ziemlich deplatziert empfand.

Außerdem ging es mir irgendwann gewaltig auf die Nerven immer wieder zu hören, was eine Hausfrau können muss und wie toll Renate alles kann. Es nervte einfach nur, wie widerlich sie diese Mitbewohnerin sah, die nicht ständig am Putzen und Wienern war. Man soll es nicht glauben, doch die Frau von heute hat noch mehr zu tun, wie den ganzen Tag zu putzen und den Herrn Gemahl zu bedienen.

Dazu kam, dass ich bereits nach dem ersten Mal wusste, wer die Autorin des Hörbuches war. Dass man dann ständig „Renate Bergmann“ wiederholen musste, war völlig überflüssig. Eine Renate Bergmann hier, eine Renate Bergmann da …

Ich empfand das Hörbuch gegenüber „Besser als Bus fahren“ um einige Längen schlechter. Ich kann es nicht dem Thema Erben zuschreiben, das hätte auch gut werden können. Ich fand einfach die Punkte Hausfrau und Wiederholungen extrem nervig.

Daher gibt es hier auch nur zwei Sterne von mir.


2 / 5 Sterne


Dienstag, 10. April 2018

Rezension zu „Psychopathinnen“

„Psychopathinnen“ ist ein Buch der Psychologin, Therapeutin und Autorin Lydia Benecke.

Lydia Benecke selbst ist mir soweit schon in Berichten wie z.B. aus dem „Krimi Magazin“ bekannt. Da mich das Thema an sich sehr interessiert hat, habe ich zu diesem Titel gegriffen.

Die Fälle, die von Frau Benecke geschildert werden sind schon erschreckend brutal. Doch warum sollten Frauen auch weniger Psychopathisch sein, wie Männer? Sie sind genauso Grausam und Manipulativ wie Männer.

Interessant an dem Buch war für mich wieder, das ein oder andere im Internet selbst nachzulesen. Manchmal will man es ja doch noch genauer oder noch mehr dazu wissen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin wusste in allem sehr sachlich zu bleiben. Ich mag es nicht, wenn in solchen Fällen der Autor oder die Autorin versucht, den Leser in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ich finde es besser, wenn alles neutral gehalten wird und der Leser sich selbst seine Gedanken darüber machen kann.

Die wissenschaftlichen Stellen waren ab und an etwas zu viel für mich. Da konnte ich mir, ehrlich gesagt, auch nicht alles merken. Was das Buch allerdings nicht schlechter macht.

Es war für mich an sich etwas problematisch, da ich das Werk als ebook gelesen habe und nicht so blättern konnte, wie ich es sonst gerne bei Printwerken mache. Daher ist hier meine Empfehlung, das Buch als Print zu kaufen, da es sich so wesentlich besser lesen lässt.

Da es hier auch um Kindesmisshandlungen geht, ist das Buch mit Sicherheit auch nicht für jeden Leser gut geeignet. Man sollte sich im Klaren sein, dass so manche Kapitel stark an die Nerven gehen.

Trotzdem finde ich das Werk im Gesamten einfach lesenswert und gelungen. Denn Frauen sind nicht immer die kleinen zarten Wesen, die sich alles gefallen lassen. Manche entwickeln sich im Laufe des Lebens zu wahren Monstern in Engelsgestalt.

Volle 5 Sterne für ein außergewöhnliches Werk.


5 / 5 Sterne


Donnerstag, 5. April 2018

Rezension zu „Das Siegel von Rapgar“

Till er’Cartya wurde vor Jahren für ein Verbrechen ins Gefängnis geworfen, das er nicht begangen hat.

Da neue Indizien aufgetaucht sind, wurde er entlassen, aber nicht rehabilitiert. Er ist trotz allem noch ein Geächteter. Da er aber nun auf freiem Fuße ist, macht er sich höchst persönlich auf die Suche, nach dem wahren Mörder.

Dazu kommt, dass gerade in der Stadt ein grausamer Schlächter sein Unwesen treibt. Scheinbar wahllos sucht sich dieser eine Opfer aus, doch ist es wirklich so wahllos, wie es erscheint?

Immer wieder stolpert Till über Leichen und gerät ins Fadenkreuz der Polizei.

Die Verschwörung in Rapgar zieht immer weitere und tiefere Kreise.

„Das Siegel von Rapgar“ ist ein phantastischer Roman aus der Feder des Autors Alexey Pehov.

Das Cover hat direkt meine Aufmerksamkeit erregt. Es ist so schön düster und viktorianisch. Es hat mich auch etwas an Jack the Ripper erinnert.

Von der Welt, die der Autor erschaffen hat, bin ich total begeistert. Auch wenn ich mir einen Anhang mit Erklärungen zu den Wesen, Dingen und noch mehr gewünscht hätte. Ich habe das Buch hier als ebook gelesen. Leider konnte ich daher nicht so vor und zurück blättern, wie ich es sonst in Büchern gerne tue, um noch einmal etwas nachlesen zu können.

Wenn man am Anfang in diese Welt eintaucht, ist es auch sehr schwer, sich zurecht zu finden. Das muss ich schon ehrlich gestehen. Trotzdem fand ich diese Welt nach den ersten Seiten einfach genial. Ich musste auch sehr oft über die Ideen des Autors schmunzeln oder gar lachen. Auf solche Sachen muss man erst einmal kommen. Die verschiedenen Wesen und ihre Art, die Namen, Orte und Eigenschaften von alles und jedem.

Der Fall an sich hat mir sehr gut gefallen. Spannend und rasant, wenn es auch auf der anderen Seite Kapitel mit etwas Längen gab. So interessierte mich nun wirklich nicht, wie genau dieses Duell in dem Haus von statten ging. Solche Sachen hätten dann doch etwas gekürt werden können.

Auch wenn der Anfang schwierig war, es einige Längen gab, fand ich die Welt so dermaßen gut heraus gearbeitet und erfrischend neu, die Charaktere so sympathisch, dass ich hier volle Sterne vergebe.

Das Buch ist auf jeden Fall eine Versuchung wert. Es ist eine Mischung aus Steampunk, Fantasy, Krimi und viktorianisches Leben, also fast für jeden Geschmack etwas dabei.


5 / 5 Sterne


Dienstag, 3. April 2018

Rezension zu „Play to Live – Gefangen im Perma-Effekt“

Russland in der Zukunft. Max erfährt, dass er an einem tödlichen Krebsleiden erkrankt ist. Er hat nicht mehr viel Zeit. Er überlegt, ob er seinen Körper einfrieren lassen soll, damit er irgendwann später vielleicht geheilt werden könnte. Doch das ist viel zu teuer und er kann es sich nicht leisten.

Dann wird Max auf einen anderen Gedanken gebracht. „AlterWorld“ heißt die Lösung seines Problems. Wenn man dieses Online Game zu exzessiv spielt, ist man in der Welt gefangen. Doch wie kann er die Sicherungen die es mittlerweile gibt umgehen, damit sein Geist in dem Game gefangen bleibt?

Und vor allem, was kommt in dem Game auf ihn zu?

„Play to Live – Gefangen im Perma-Effekt“ ist der erste Teil der Serie über das Leben im einem MMORPG aus der Feder des Autors Dmitry Rus.

Ich bin MMORPG Zockerin aus Leidenschaft. Ich musste dieses Buch einfach haben. Das Cover ist für mich schon ein Hingucker und die Inhaltsangabe hat mir dann den Rest gegeben.

Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, das soweit alle Begriffe erklärt. Allerdings hat sich da gleich in der ersten Reihe ein Schreibfehler eingeschlichen. Denn es heißt MMORPG und nicht MMPORG. Hat das Game doch nichts mit den Porg aus Star Wars zu tun.

Zum eigentlichen Inhalt des Buches … was soll ich sagen, mir ging das Herz auf. Ich habe den Roman regelrecht gefressen. Aus dem Glossar brauchte ich keine Begriffe nachzulesen. War mir doch alles gleich bekannt und hatte es vor Augen. Ob es jetzt das Interface, die Buffs oder Mobs waren.

Es war mir alles aus meinen eigenen Games bekannt. Das Lesen war für mich einfach, wie ein Game zu spielen. Einfach der Hammer! Ich kann da auch nicht mehr viel sagen, ich kann das Buch echt nur lobpreisen!

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass eventuell Nicht – Gamer mit dem Buch so einige Probleme haben dürften. Es ist doch schon schwierig, sich alles vorzustellen, wenn man selbst nie gespielt hat. Daher kann ich ehrlich gesagt, gar nicht so einschätzen, wie das Buch für Nicht – Gamer am Ende wirklich ist. Kann sein, dass der Leser dann ziemlich enttäuscht ist und sich fragt, warum das Buch so viele starke Bewertungen hat.

Für Gamer von MMORPGs kann ich das Werk zu 100% weiter empfehlen. Man bekommt beim Lesen richtig ein jucken in den Fingern um mit zu zocken.

Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Teil erscheint. Ich kann nur hoffen, dass der Autor das Level des ersten Bandes halten kann.


5 / 5 Sterne